Der Landeswettbewerb der 13- und 14-jährigen Ruderinnen und Ruderer am 13./ 14. Juni auf der heimischen Ruhr wurde für den Ruder-Club Witten sportlich wie organisatorisch zu einem vollen Erfolg. Bei wolkigem, aber insgesamt gutem Regattawetter gingen über 200 Nachwuchssportlerinnen und -sportler aus Nordrhein-Westfalen an den Start. Etwas Wind und leichter Wellengang stellten die jungen Ruderinnen und Ruderer zwar vor zusätzliche Aufgaben, blieben aber jederzeit gut beherrschbar. In 22 Bootsklassen ging es um die Qualifikation für den Bundeswettbewerb, der dieses Jahr in Münster stattfindet und für den sich die jeweils beiden erstplatzierten Boote qualifizierten.
Sportlich setzte Semih Beck im Leichtgewichts-Einer der 14-jährigen Jungen das deutlichste Ausrufezeichen aus Wittener Sicht. Er gewann alle Teile des Wettbewerbs souverän: die Langstrecke über 3000 Meter, den Zusatzwettbewerb und das Finale über 1000 Meter. Besonders bemerkenswert war seine Leistung auf der Langstrecke, wo er zeitlich sogar schneller unterwegs war als mancher Doppelzweier. Mit diesem herausragenden Auftritt sicherte sich Semih unangefochten die Qualifikation für den Bundeswettbewerb. Auch dort sollte er eine sehr gute Chance besitzen, unter die ersten 3 zu kommen.
Im Mixed-Vierer der 13-Jährigen saßen mit Josephine Kneiphoff, Ilyas Beck, Simon Beerwerth und Steuerfrau Charlotte Plutka 4 Ruderer bzw. Ruderinnen, die erst im letzten Jahr in der Ruder AG das Rudern erlernt haben. Und auch sie dürfen sich über die Qualifikation für Münster freuen. Nach Platz zwei auf der Langstrecke und einer soliden Leistung im Zusatzwettbewerb gelang der Mannschaft am Sonntag im Finale über 1000 Meter ein starkes Rennen: Der Vierer gewann die Kurzstrecke und sicherte sich damit in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Für das erst kurzfristig zusammengestellte Boot war das ein besonders erfreulicher Erfolg.
Jan Veckes und Theo Streckert belegten im Leichtgewichts-Doppelzweier der 14-jährigen Jungen in der Gesamtwertung Rang vier. Damit verpasste das Duo zwar die Qualifikation, zeigte aber vor allem in den Zusatzwettbewerben seine Stärken. Dort erreichten die beiden an einem Tag den ersten und am anderen Tag den zweiten Platz.
Fotos: Semih Beck sowie Mixed-Vierer

