Kinder-Uni am Ruhr-Gymnasium Witten:„Warum Sport kein Mord ist“

Am 20.03.2026 begrüßte das Ruhr-Gymnasium Witten erneut Herrn Woestmann von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), dem Initiator der Kinder-Uni. Als Referenten konnte er diesmal Herrn Prof. Dr. Dr. Klaus Völker, Seniorprofessor am Institut für Sportwissenschaft der Universität Münster, gewinnen.

„Sport ist Mord“ – dieses häufig Winston Churchill zugeschriebene Bonmot wird gern als Ausrede für Bewegungsmangel verwendet. Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen Mythos: Überliefert ist vielmehr seine Antwort „No sports“ auf die Frage nach seinem Rezept für ein langes Leben.

Doch wie gesund ist Sport wirklich? Diese Frage betrifft sowohl Sportmuffel als auch Sportbegeisterte gleichermaßen. Während es auf beiden Seiten Argumente gibt, betonen zahlreiche Expertinnen und Experten die zentrale Bedeutung von Bewegung für ein langes und gesundes Leben.

In seinem anschaulich gestalteten Vortrag, unterstützt durch eindrucksvolle Präsentationsfolien, ging Prof. Dr. Dr. Völker genau dieser Frage nach. Dabei griff er auch scheinbare Widersprüche auf: Warum schlägt das Herz bei körperlicher Anstrengung so schnell? Wie hoch kann der Puls steigen? Besteht die Gefahr einer Überlastung? Warum „brennen“ Muskeln und welche Rolle spielt dabei Laktat? Wie verändert sich der Blutdruck unter Belastung?

Anhand dieser und weiterer Fragen erklärte der Sportmediziner verständlich, welche Prozesse im Körper während körperlicher Aktivität ablaufen. Er zeigte auf, dass die teils als unangenehm empfundenen Reaktionen des Körpers natürliche und wichtige Anpassungsmechanismen sind.

Zugleich verdeutlichte er, wie leistungsfähig der menschliche Organismus ist und warum regelmäßige Bewegung entscheidend für Gesundheit und Leistungsfähigkeit bleibt. Auch aktuelle Forschungsergebnisse, etwa zur zunehmenden Bewegungsarmut bei Kindern und Jugendlichen sowie zu den positiven Effekten sogenannter Botenstoffe aus der Muskulatur, wurden einbezogen.

Die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler unterstrichen das große Interesse am Thema und machten die Veranstaltung besonders lebendig.

Frau Peters dankte im Namen des Ruhr-Gymnasiums Witten Herrn Prof. Dr. Dr. Völker und Herrn Woestmann herzlich für ihren Besuch und den äußerst informativen Vortrag. Dieser hat sicherlich viele dazu motiviert, sich im Alltag mehr zu bewegen – denn:
Für Bewegung gilt: Es kann kaum genug davon geben.

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