Besuch des Luft- und Raumfahrtkurses im ZESS – Einblick in moderne Drohnenforschung

Der Projektkurs Luft- und Raumfahrttechnik unter der Leitung von Herrn Dr. Schröder und Herrn Knier beschäftigt sich seit Beginn des Schuljahres intensiv mit dem Bau und der Weiterentwicklung eigener Drohnen. Ziel des Projekts ist es, diese selbst konstruierten Fluggeräte wissenschaftlich zu untersuchen und wichtige Flugparameter zu messen. Um für die Exkursion bestens vorbereitet zu sein, haben unsere Kursteilnehmer zuvor den Drohnenführerscheinkurs der Klasse A1/A3 erfolgreich absolviert.

Am Projekttag trafen wir uns um 9 Uhr direkt am ZESS am Standort MARK 51/7 in Bochum. Dort wurden wir von Forschenden aus dem Bereich Drohnentechnologie und fliegender Sensorik empfangen und betreut. Das ZESS (Zentrum für  Engineering Smarter Produkt-Service-Systeme) ist ein modernes Forschungszentrum, in dem auf rund 5.000 Quadratmetern und fünf Etagen mehr als zwölf Lehrstühle an über zwanzig gemeinsamen Forschungsprojekten arbeiten.

Zu Beginn unseres Besuchs erhielten wir eine informative Einführung in das ZESS und den angeschlossenen Makerspace. Dabei lernten wir die Ziele und Arbeitsweisen des Forschungszentrums kennen. Anschließend wurden wir durch die verschiedenen Räumlichkeiten geführt. Uns wurden zahlreiche hochmoderne Geräte und Anlagen vorgestellt, mit denen innovative Technologien entwickelt und erforscht werden. Dabei wurde deutlich, wie solche Einrichtungen zur Gestaltung der Zukunft beitragen können.

Während der gesamten Führung hatten wir die Möglichkeit, Fragen zu stellen und in direkten Austausch mit Doktorandinnen und Doktoranden zu treten. Diese Gespräche ermöglichten uns einen spannenden Einblick in den Alltag wissenschaftlicher Forschung und in aktuelle Projekte im Bereich der Drohnentechnik.

Nach einer kurzen Mittagspause, die viele von uns im nahegelegenen McDonald’s verbrachten, begann der praktische Teil des Tages. In der zweiten Hälfte durften wir selbst aktiv werden und das professionelle Drohnentrackingsystem des Forschungsstandortes nutzen. Damit konnten wir eigene Messungen durchführen und wichtige Parameter unserer selbst gebauten Drohnen erfassen.

Die Forschenden, die uns den ganzen Tag begleiteten, unterstützten uns bei der Durchführung der Messungen und bei der Auswertung der Ergebnisse. So konnten wir nicht nur Daten sammeln, sondern auch lernen, wie wissenschaftliche Analyse in der Praxis funktioniert.

In den kommenden Unterrichtsstunden werden alle gewonnenen Ergebnisse ausführlich ausgewertet und parametrisiert. Auf dieser Grundlage sollen Rückschlüsse für den weiteren Drohnenbau sowie für aerodynamische Eigenschaften von Flugobjekten im Allgemeinen gezogen werden. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen außerdem in unser nächstes großes Projekt ein: den Bau von Wasserraketen.

Insgesamt war der Besuch im ZESS ein sehr hilfreicher und aufschlussreicher Tag. Er bot uns einen realistischen Einblick in echte Forschungsarbeit und schuf eine wertvolle Grundlage für den weiteren Unterricht. Der gesamte Kurs hatte viel Spaß, konnte zahlreiche neue Erfahrungen sammeln und viele interessante Eindrücke mitnehmen.

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