Liebe Eltern, 

liebe Schülerinnen und Schüler, 

nun geht langsam ein ganz verrücktes Jahr zu Ende. Es war ein Jahr, in dem viele Dinge, viele Gewohnheiten und Abläufe, ja sogar unser eigentlicher Lebensrhythmus ver – rückt wurde. Plötzlich befindet sich alles an einem anderen Platz. Vieles ist nicht mehr so, wie es zuvor (all die Jahre) war. Etwas Verunsicherung – vielleicht sogar Besorgnis – greift um sich. Aber wie das Verrücken von Möbeln und das Neugestalten des Wohnumfeldes nach einer anfänglichen Eingewöhnungsphase ein ganz anderes Wohngefühl nach sich ziehen kann, so mag sich mit neuen Gewohnheiten und einem neuen Lebensrhythmus vielleicht auch ein neues Lebensgefühl – ein anderes und viel intensiveres Lebensgefühl – einstellen. Es ist mein Wunsch und meine Hoffnung für Sie und euch: 

 Bei mir ist heute Advent. Was auf mich zukommt, kann ich nur erahnen. Ich wandere durch dichten Nebel. Licht bricht sich Bahn, aber ich erkenne vieles nur schemenhaft. 

Grobe Furchen hat der Pflug in den Acker gezogen. Die gekrümmten Erdschollen sind mit zartem Raureif überzogen. Wuchtige Erde bekommt einen zarten, himmlischen Glanz. 

Ich denke an all die lieben Menschen, die auf dieser Erde atmen. Es sind unvorstellbar viele. Die meisten meinen es gut. Wir schauen nur zu viel auf die wenigen, die nicht guten Willens sind. 

Viele Sorgen schwirren um mich herum. Sie wollen mein Herz besitzen. Diesen Gefallen tue ich ihnen nicht. Ich mache mich auf und wandere durch die Nacht dem Morgenstern entgegen. 

Bei mir ist heute Advent. Ich umarme diese Zeit mit all ihrer Erwartung und Hoffnung. Ich bin unterwegs. Ich bin nicht alleine. Viele andere glauben mit mir, dass es nicht dunkel bleiben wird über denen, die in Angst sind. 

 Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und frohe Feiertage, einen guten Jahreswechsel und dann ein lebensfrohes Jahr 2021. 

Viele Grüße und bleiben Sie zuversichtlich 

D. Gellesch 

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